Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Nachruf auf den Präsidenten der Alexander-Koenig-Gesellschaft, Herrn Dr. Uwe Schäkel

23.09.2016

Nachruf auf den Präsidenten der Alexander-Koenig-Gesellschaft, Herrn Dr. Uwe Schäkel

Am 10. September verstarb zu unserer großen Bestürzung völlig unerwartet der Präsident der Alexander-Koenig-Gesellschaft, Herr Dr. Uwe Schäkel, wenige Wochen vor Vollendung seines 77. Lebensjahres.

Dr. Schäkel, am 13. Oktober 1939 in Oldenburg (Niedersachsen) geboren, war Diplom-Kaufmann. In Bonn ist er bei verschiedenen Firmen tätig gewesen und war eine vielfältig vernetzte Persönlichkeit. Zu seinen zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten, für die er im Oktober 2010 aus der Hand von Oberbürgermeister Nimptsch das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt, zählte der Vorsitz des Competence Center Duales Hochschulstudium der Technischen Hochschule Mittelhessen in Wetzlar mit über 400 beteiligten Unternehmen. Außerdem war er Ehrensenator der Fachhochschule Gießen und wirkte als Gründungsmitglied, Vorstandsvorsitzender und Kuratoriumsmitglied der Fördergesellschaft der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. Auch war er ehrenamtlicher Handelsrichter beim Landgericht Bonn, ehrenamtlicher  Geschäftsführer  für die westfälisch-lippische Universitätsgesellschaft und Mitinitiator und Vorstandsmitglied des Vereins „Internationaler Demokratiepreis Bonn“. Bei dieser Initiative lag ihm bereits am Herzen, auch die politik- und demokratiehistorische Bedeutung des Museums Koenig stärker in den Fokus zu bringen, denn es war das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, dem er seit 2006, als er die Präsidentschaft von deren Fördergesellschaft übernahm, sein Hauptaugenmerk und sein intensivstes Engagement widmete. Hier startete er zahlreiche Initiativen, mit denen er die Struktur der Alexander-Koenig-Gesellschaft schlagkräftiger machte, so dass viele erfolgreiche Fördermaßnahmen, von  Bildungsprogrammen für Jugendliche verschiedener Altersgruppen und Erwachsene, kulturelle Programme beständig auf den Weg gebracht werden konnten. Besondere Erwähnung verdient hier auch sein beispielloses Engagement für die neue Regenwald-Dauerausstellung des Museums, an deren Realisierung er durch mannigfache Initiativen  zur Spendeneinwerbung entscheidenden Anteil hatte. Darüber hinaus hat auch die Forschung am Museum profitiert, da Dr. Schäkel sich intensiv für die Förderung von Studenten- und Doktorandenprojekten eingesetzt hat. Das Museum hat seine Anerkennung für all diese großartigen Leistungen durch die wissenschaftliche Benennung einer neu entdeckten iranischen Eidechsenart ausgedrückt, die für alle Zeiten seinen Namen tragen wird: Darevskia schaekeli.

Durch Dr. Schäkels plötzlichen Tod entsteht ein Vakuum, das nur sehr schwer wieder zu füllen sein wird. Die durch ihn verkörperte Kombination aus Vernetzung in Wirtschaft und Politik, und aus Engagement für die Zoologie und die Förderung der naturkundlichen Bildungsarbeit war einmalig.

Pressekontakt

Sabine Heine
Pressesprecherin

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