Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Wissenschaftlicher Beirat

Der Wissenschaftliche Beirat am ZFMK hat die Aufgabe, die wissenschaftliche Tätigkeit und Entwicklung des Instituts kritisch zu begleiten und zu fördern. Er tut dies, indem er aufgrund der ihm vom Haus zugänglich gemachten Unterlagen Stellungnahmen abgibt, in denen auch Empfehlungen für die weitere Entwicklung des Instituts und für die Berücksichtigung wünschenswerter Aspekte enthalten sein können.

Satzung des Wissenschaftlichen Beirats

0. Präambel

Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) betreibt zoologische Grundlagenforschung. Deren Schwerpunkte liegen in der historischen und experimentellen Evolutionsforschung und resultieren aus der Vorstellung, dass Vielfalt der Arten eine fundamentale Eigenschaft der Biosphäre darstellt. Jedes Verständnis von Wechselbeziehungen und Leistungen der Organismen eines Lebensraumes ist somit von der eindeutigen Analyse und Interpretation seiner Artenzusammensetzung und ihres historischen Werdens abhängig.

Eine unverzichtbare Arbeitsgrundlage bilden in diesem Zusammenhang die wissenschaftlichen Sammlungen des Instituts. Ausbau, Erschließung und Erhaltung dieser Sammlungen gehören somit zum Aufgabenbereich der am ZFMK tätigen Wissenschaftler. - In der experimentellen Forschung ist es das Ziel der Arbeiten, neue Wege zur Aufklärung der Evolutionsgeschichte der Organismen zu beschreiten und den Anpassungswert von Merkmalen im Umweltbezug zu analysieren. Die enge Kooperation mit Instituten des In- und Auslandes ist notwendige Voraussetzung für die Arbeit am ZFMK.

Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist das ZFMK bemüht auch über die skizzierten Inhalte hinaus biologische Zusammenhänge in einer Weise zu vermitteln, die dem Besucher vertiefte Einsichten in Phänomene des Lebendigen ermöglichen.

1. Aufgaben

Der Wissenschaftliche Beirat am ZFMK hat die Aufgabe, die wissenschaftliche Tätigkeit und Entwicklung des Instituts kritisch zu begleiten und zu fördern. Er tut dies, indem er aufgrund der ihm vom Haus zugänglich gemachten Unterlagen - im Regelfall einmal jährlich - Stellungnahmen abgibt, in denen auch Empfehlungen für die weitere Entwicklung des Instituts und für die Berücksichtigung wünschenswerter Aspekte enthalten sein können.

2. Zusammensetzung

Der Wissenschaftliche Beirat setzt sich aus 5-6 aktiven, international anerkannten Wissenschaftlern/Wissenschaftlerinnen des In- und Auslandes zusammen, deren Arbeitsgebiete eine Beziehung zu den Aufgabenstellungen des ZFMK besitzen. Sie dürfen nicht zugleich Mitglieder des ZFMK sein. In der Regel sollte ein wissenschaftliches Institut nicht mit mehr als einen Wissenschaftler im Beirat des ZFMK vertreten sein. 1-2 Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates sind Angehörige der Universität Bonn. Der Wissenschaftliche Beirat wählt aus seinen Mitgliedern eine(n) Vorsitzende(n) und eine(n) stellvertretende(n) Vorsitzende(n).

3. Berufung und Amtszeit

Die Mitglieder des ersten Wissenschaftlichen Beirates werden von der Konferenz der wissenschaftlichen Mitarbeiter des ZFMK vorgeschlagen. Die Amtszeit beträgt drei Jahre. Rechtzeitig vor deren Ablauf ergänzt sich der Wissenschaftliche Beirat durch Kooptierung mit einfacher Mehrheit. Einmalige erneute Kooptierung ist möglich.

4. Sitzungen

Der Wissenschaftliche Beirat nimmt bei seinen Sitzungen den Tätigkeitsbericht des Direktors entgegen. Er erörtert die Entwicklung auf der Grundlage der Jahresberichte und nimmt zu geplanten Vorhaben Stellung. Die Mitglieder des Beirates bemühen sich vor anstehenden Entscheidungen darüber hinaus um gründliche Informationen aus den einzelnen Arbeitsgruppen des Instituts durch Begehungen und/oder Einzelgespräche. Die Sitzung wird vom Vorsitzenden bzw. dessen Stellvertreter geleitet. Der Verlauf der Sitzung wird in einem Ergebnisprotokoll festgehalten. Der Beirat evaluiert das ZFMK in der Regel jährlich, außer in Jahren der WGL-Evaluierung

5. Beschlussfassungen

Nach Aussprache über anstehende Probleme und geplante Entwicklungen formuliert der Wissenschaftliche Beirat eine Stellungnahme. In ihr kann der Beirat Empfehlungen zur zukünftigen Entwicklung des Hauses geben.Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden oder ggf. seines Stellvertreters.

6. Stellung des Direktors und der wissenschaftlichen Mitarbeiter gegenüber dem Wissenschaftlichen Beirat

Der Direktor des ZFMK (bei Abwesenheit dessen Stellvertreter) ist dem Wissenschaftlichen Beirat gegenüber berichtspflichtig. Er stellt ihm alle erforderlichen Unterlagen für dessen Tätigkeit zur Verfügung und nimmt an den Beratungen des Beirates ohne Stimme teil, nicht jedoch an den internen Bewertungsgesprächen.Der Direktor und die wissenschaftlichen Mitarbeiter des ZFMK können den Beirat um Stellungnahmen zu Fragen der Entwicklung des Hauses bitten.

Diese Arbeitsgrundlage für den Wissenschaftlichen Beirat des ZFMK wurde von der Konferenz der Wissenschaftlichen Mitarbeiter am 24. August 1990 beschlossen.