Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Glanzlichter der Naturfotografie 2019 im Museum Koenig in Bonn eröffnet

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04.09.2019
Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn zeigt vom 5.September 2019 bis zum 5. Januar 2020 die phantastischen Siegerbilder des internationalen und größten deutschen Naturfoto-Wettbewerbs „Glanzlichter 2019“ zeigen. Bereits zum 21. Mal wurde der Wettbewerb ausgerufen, an dem Fotografen aus 40 Ländern mit über 18.000 Bildeinsendungen teilnahmen.

Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn zeigt vom 5. September 2019  bis zum 06. Januar 2019 die phantastischen Siegerbilder des internationalen und größten deutschen Naturfoto-Wettbewerbs „Glanzlichter 2019“ zeigen„Glanzlichter-Naturfotograf 2019“ ist Michaela Walch aus Österreich mit ihrem Siegerbild „David und Goliath“. Die „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2019“ ist der 17jährige Riccardo Marchegiani aus Italien mit seinem Bild „Familie“.  Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Es wird kein gesonderter Eintritt erhoben. Das Buch mit allen Gewinnerbildern ist für 20,- Euro an der Kasse des Museums Koenig erhältlich.

Bereits zum 21. Mal wurden die „Glanzlichter der Naturfotografie“ gesucht. 18.633 Bildeinsendungen von Fotografen aus 40 Ländern sind in diesem Jahr eingereicht worden. Das Ergebnis ist ein eindrucksvoller Beweis für das hohe Renommee der Glanzlichter und belegt eindeutig, welche Wertschätzung der Naturfoto-Wettbewerb seit Jahren national und international genießt.

Seit August hatten die Fotografen die Möglichkeit ihre Bilder einzureichen. Auch in diesem Glanzlichter-Jahrgang hat Svenja Schulze, neue Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, die Schirmherrschaft übernommen. Die Auszeichnung mit dem Patronat des „Deutschen Verbandes für Fotografie“ ist ebenfalls eine Würdigung des hohen Glanzlichter-Standards. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellen die Preise im Gesamtwert von € 28.000 zur Verfügung.

Vier Tage nahmen sich die Juroren die Zeit, um alle Bilder zu beurteilen. Erst dann standen die diesjährigen Gewinner der Glanzlichter fest. Die Jury bestand dieses Jahr aus Ulrich Wiede, Naturfotograf, Martin Müllner, Fotograf und Olympus-Fototrainer, sowie die Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.

 

„Glanzlichter-Naturfotograf 2019“ ist Michaela Walch aus Österreich mit ihrem Siegerbild „David und Goliath“.

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Tiere, die völlig entspannt sind und ohne Furcht vor dem Menschen im Einklang mit ihrer Umgebung leben, solche Szenen möchte Michaela Walch in ihren Bildern einfangen. Das Fotografieren großer Raubtiere, wie hier der Bären, übt eine besondere Faszination auf sie aus. Die Aufnahme entstand in Slowenien, wo sie in einer Tarnhütte versteckt fast fünf Stunden lang die Bärin beobachtete. Die Lichtverhältnisse waren wegen des strahlenden Sonnenscheines äußerst ungünstig, und die Fotoausbeute war sehr gering. Da entdeckte die Fotografin das rege Interesse der Bärin an einer Kohlmeise, die ihr unablässig um die Ohren flog. Walch beobachtete nur den kleinen Vogel. Ihre Hoffnung war, dass sich die Meise in Bärennähe niederlassen würde und sie so beide Tiere auf ein Bild bannen könnte. Etliche Versuche scheiterten. Doch dann folgte ein mutiger Auftritt der Kohlmeise. Für den Bruchteil einer Sekunde ließ sie sich in der Nähe der Bärin nieder, und Michaela Walch drückte ab. So konnte sie das Interesse der Bärin an dem kleinen Vogel festhalten, und sie wusste, dass dies ein ganz besonderer Moment war.

 

Die „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2019“ ist der 17jährige Riccardo Marchegiani aus Italien mit seinem Bild „Familie“.

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Vor mehr als einem Jahr verbrachte Riccardo Marchegiani einen Monat in Indonesien, um die Borneo-Orang-Utans zu suchen und zu fotografieren. Nach einer Woche Bootsfahrt entlang der Flüsse, die vom dichten Regenwald umgeben sind, entdeckte er endlich seinen ersten „Waldmenschen“. Eine Mutter mit einem Jungen auf den Schultern kam langsam ans Ufer und trank. Sie hielten das Boot an und begannen zu fotografieren. Das Wasser war völlig ruhig, so konnte der Fotograf das Spiegelbild mit einfangen. Es gelang ihm eine einzigartige Aufnahme mit einer besonderen Atmosphäre, die nicht zuletzt durch das morgendliche Licht, das durch den Wald sanft einfiel, unterstrichen wurde. 

Die Siegerehrung der Gewinner findet während der 21. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage am Freitagabend, 23. August 2019 statt. Nach der Ausstellungseröffnung sehen die Besucher erstmals die neuen Glanzlichter in der großen Foto-Ausstellung und bei der Siegerehrung der Gewinner auf der Bühne.

Danach wandern die Glanzlichter 2019 zwei Jahre durch Deutschland und Italien und werden dort in Museen, Naturparks und Nationalparks sowie in Galerien gezeigt. Die genauen Ausstellungsdaten sind hier zu finden.

Wer keine Gelegenheit hat, sich die Gewinnerbilder in einer der Ausstellungen anzuschauen, kann alle Bilder mit ausführlichen Informationen zum Bild auch im dazu erscheinenden Buch „Glanzlichter 2019“ sehen. Darin sind auf 144 Seiten die Aufnahmedaten und Geschichten zum jeweiligen Bild nachzulesen. Das Buch ist für 20,- Euro an der Kasse des Museums Koenig erhältlich.

Das Copyright für die Bilder liegt bei den Fotografen. Gerne senden wir Ihnen Bilder für die Berichterstattung über die Ausstellung im Museum Koneig zu. In diesem Fall ist die Nutzung der Fotos unter Nennung des Copyrights kostenfrei.

 

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Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig - Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere hat einen Forschungsanteil von mehr als 75 %. Das ZFMK betreibt sammlungsbasierte Biodiversitätsforschung zur Systematik und Phylogenie, Biogeographie und Taxonomie der terrestrischen Fauna. Die Ausstellung „Unser blauer Planet“ trägt zum Verständnis von Biodiversität unter globalen Aspekten bei.

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 93 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de

Der Glanzlichter-Wettbewerb wird vom projekt natur & fotografie von Mara Fuhrmann und Udo Höcke durchgeführt. https://www.glanzlichter.com/

 

 

Pressekontakt

Sabine Heine
Pressesprecherin

Tel.: +49 (0)228 9122 215
Fax: +49 (0)228 9122 213
E-Mail: s.heine [at] zfmk.de

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