Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Familie Dr. Hermann und Irmgard Rehme

Name: 
Nacktnasenwombat
Wissenschaftlicher Name: 
Vombatus ursinus

Wir freuen uns, dass Familie Dr. Hermann u. Irmgard Rehme die Patenschaft für den Nacktnasenwombat übernommen haben.

Der Nacktnasenwombat (Vombatus ursinus) ist einer der drei noch heute lebenden Arten der Wombats (Vombatidae) und gehört wie Kängurus und Koalas zu den Beuteltieren. Er kommt im Süd-Osten von Australien und auf Tasmanien, vor.

Das Aussehen des Nacktnasenwombats erinnert insgesamt stark an einen kleinen Bären. Er wird zwischen 90 und 115 cm lang und zwischen 22 und 40 kg schwer. Sein Fell ist sehr dicht und grau bis braun gefärbt. Die Beine sind kurz aber kräftig ausgebildet und perfekt ans Graben angepasst.

Den Lebensraum des Nacktnasenwombats bilden kühle, gemäßigte Wälder bzw. Waldlandschaften, Buschland und Küstengebiete. Hier findet er ausreichend passende Nahrung, die ausschließlich aus pflanzlichem Material besteht. Dazu gehören Grass, Samen, Wurzeln, Sprossen, Moss und Baumrinde. Durch seine sparsame Aktivität und sein großes Verdauungssystem kann der Nacktnasenwombat auch mit derart nährstoffarmer Kost gut auskommen. Er ist generell eher dämmerungs- bis nachtaktiv. Tagsüber verbringt er die meiste Zeit in seinem selbstgegrabenen unterirdischen Bau.

Die Fortpflanzungszeit des Nacktnasenwombats liegt zwischen Oktober und Januar. Es wird immer nur ein Junges geboren, das nach etwa 20 bis 30 Tagen winzig, nackt und blind zur Welt kommt. Nach etwa 10 Monaten verlässt das Jungtier das erste Mal den Beutel, wobei es noch weitere 5-6 Monate abhängig von der Mutter bleibt.

Der Bestand des Nacktnasenwombats ist im Moment nicht gefährdet. Die Population scheint im Moment stabil zu sein und sich auf ungefähr eine Million Tiere zu beziffern. Dies liegt vor allem auch daran, dass er fast in seinem gesamten Verbreitungsgebiet gut geschützt ist. Die größten Gefahren für den Nacktnasenwombat stellen Autokollisionen, Vergiftungen und Lebensraumzerstörung durch die Landwirtschaft dar.