Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Hakenvanga

Name: 
Hakenvanga
Wissenschaftlicher Name: 
Vanga curvirostris
Patenschaftsgebühr: 
1000 Euro

Der Hakenvanga (Vanga curvirostris)oder auch Hakenschnabelvanga genannt, ist mit einer Körperlänge von bis zu 29 cm ein mittelgroßer Vertreter der Familie der Vangas (Vangidae). Er kommt ausschließlich auf Madagaskar vor.

Der Hakenvanga ist ein insgesamt schwarzweiß gemusterter Vogel mit einem, für einen Vanga, langen Schwanz und relativ langen, kräftigen Beinen. Die Körperoberseite sowie der obere Teil des Kopfes sind schwarz gefärbt, während die Körperunterseite sowie Nacken und Hals weiß sind. Seinen Namen verdankt der Hakenvanga der oberen Hälfte seines Schnabels, die am Schnabelende nach unten gekrümmt ist. 

Als Lebensraum dienen dem Hakenvanga die unterschiedlichsten Landschaften auf Madagaskar. Dazu zählen Regenwälder, Trockenwälder, Buschland und Plantagen in einer Höhe von bis zu 1500 m. Dort geht er auf die Suche nach seiner Nahrung, die ebenfalls sehr variabel ist. Seine bevorzugte Nahrung sind große Insekten wie Heuschrecken und Käfer. Er erbeutet aber auch die verschiedensten Arten von kleinen Wirbeltieren, wie z.B. Chamäleons, Frösche, kleine Vögel bzw. deren Eier und sogar Säugetiere wie junge Lemuren (Halbaffen). Bei der Jagd verharrt der Hakenvanga oft sehr lange Zeit regungslos bis seine Beute vor ihm auftaucht und er sie ohne große Mühe fangen kann. 

Die Brutzeit des Hakenvangas liegt zwischen Oktober und Januar.  Er lebt streng monogam und beide Elternteile sind für den Nestbau, das Brüten und die Jungenaufzucht gleichermaßen verantwortlich. Das tassenförmige Nest besteht meist aus totem Laub, Spinnweben sowie Moos und wird in einem Baum in einer Höhe zwischen 3 m und 10 m errichtet. Das Gelege besteht immer aus 3 weißen, weinrot gepunkteten Eiern. Die Vanga Küken brauchen etwa 22 Tage um zu schlüpfen und genauso lange um flügge zu werden.

Der Bestand des Hakenvangas ist momentan nicht gefährdet. Er besiedelt fast ganz Madagaskar und wird von der angehenden Abholzung auf der Insel nicht so stark beeinflusst wie andere Vögel.
 

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