Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Häherkuckuck

Name: 
Häherkuckuck
Wissenschaftlicher Name: 
Clamator glandarius
Patenschaftsgebühr: 
600 Euro

Der Häherkuckuck (Clamator glandarius) ist ein mittelgroßer Vertreter der Familie der Kuckucke (Cuculidae). Er kommt in großen Teilen Afrikas und im Süden von Europa vor. 

Mit einer Körperlänge von bis zu 39 cm, ist der Häherkuckuck etwas größer als unser einheimischer Kuckuck. Sein Gefieder ist auf der Oberseite braun mit weißen Sprenkeln und auf der Unterseite weiß gefärbt. Die Halspartie ist blass gelb und sein Kopf ist in grau gehalten. Auf dem Kopf besitzt er zudem eine kleine Federhaube. Im Vergleich zu unserem Kuckuck ist der Schwanz des Häherkuckucks etwas dünner und länger, sowie seine Flügel etwas breiter und stumpfer. 

Der bevorzugte Lebensraum des Häherkuckucks besteht aus offenen Waldlandschaften, Savannen, Busch und Grasländern in einer Höhe zwischen 500 m und 2000 m. Hier geht er auf die Suche nach seiner Nahrung, die hauptsächlich aus Insekten und Eidechsen besteht. Seine Spezialität sind beharrte Raupen von Schmetterlingen und Motten, die für viele andere Tiere ungenießbar sind. Er ist nämlich dazu in der Lage, diese Haare vor dem Verzehr präzise zu entfernen.

Die Brutzeit des Häherkuckucks liegt, je nach Herkunftsgebiet, zwischen März und Juli. Genau wie unser einheimischer Kuckuck ist er ein Brutparasit. Das heißt er betreibt selbst keine Brutpflege, sondern legt seine Eier in die Nester anderer Vögel. Seine wichtigsten Wirte sind Vertreter aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae). Dazu zählen vor allem verschiedene Arten von Krähen und Elstern. Das Weibchen kann in einer Saison zwischen 12 und 25 Eier in fremde Nester legen. Dabei können auch durchaus mehrere Eier in ein Wirtsnest gelegt werden. Manchmal zerstört das Weibchen bei der Eiablage einige Eier des Wirtes, sodass sie nicht schlüpfen. Die Eier des Häherkuckucks sind blasgrün gefäbrt, grau bis braun gesprenkelt und sehen den Wirtseiern damit zum Verwechseln ähnlich. Die Jungtiere des Häherkuckucks brauchen etwa 15 Tage bis sie schlüpfen und damit deutlich kürzer als die Jungen des Wirtes. Damit haben die jungen Häherkuckucke einen Entwicklungsvorsprung gegenüber den anderen Jungen. Im Gegensatz zu unserem einheimischen Kuckuck, wirft das Häherkuckuck Junges die anderen Eier aber nicht aus dem Nest. Allerdings konkurriert es mit den anderen um die angebotene Nahrung und da es größer und stärker ist, wird es von den Eltern bevorzugt behandelt. Daher passiert es häufig, dass einige der Jungvögel des Wirtes verhungern. Die Häherkuckuck Jungvögel werden nach ca. 25 Tagen flügge, werden aber noch weitere 25-60 Tage von den Wirtseltern gefüttert bis sie das Nest endgültig verlassen. 

Der Bestand des Häherkuckucks ist aufgrund seines extrem großen Verbreitungsgebietes nicht gefährdet. Außerdem kommt er gut mit vom Menschen verursachten Störungen klar. Die einzige Bedrohung stellt die Jagd durch den Menschen dar.

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