Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Pauline und Artur Friedrich

Name: 
Haastkiwi
Wissenschaftlicher Name: 
Apteryx haastii

Wir gratulieren Pauline und Artur Friedrich ganz herzlich zu dieser Patenschaft!

Der Haastkiwi (Apteryx haastii) oder auch Großer Fleckenkiwi genannt, ist ein Vertreter aus der kleinen Familie der Kiwis (Apterygidae). Er kommt ausschließlich auf der Südinsel von Neuseeland vor.

Das Gefieder des Haastkiwis ist grau bis braun gefärbt und weist ein dunkel geflecktes Muster auf, das ihm seinen Beinamen einbrachte. Er erreicht eine Körperlänge von ca. 60 cm und ein Körpergewicht von bis zu 3,2 kg. Die Weibchen sind dabei meistens etwas größer und schwerer als die Männchen. Wie alle Kiwis, ist auch der Haastkiwi nachtaktiv und flugunfähig. Seine Flügel sowie sein Schwanz sind verkümmert und von außen nicht erkennbar. 

Den Lebensraum des Haastkiwis bilden Grassländer, Wälder und Gebiete in Küstennähe in einer Höhe von bis zu 1200 m über dem Meeresspiegel. Sein Nahrungsspektrum beinhaltet vor allem Wirbellose wie z.B. Insektenlarven, Würmer, Schnecken, Käfer und Spinnen. Diese findet er indem er seinen langen, dünnen Schnabel in den Boden steckt und nach Beute tastet.

Die Brutzeit des Haastkiwis liegt zwischen Juli und November. Als Nest dient eine einfache Höhle im Boden, die entweder natürlich gefunden oder selbst gegraben wird. Das Gelege besteht meistens nur aus einem einzigen Ei, selten auch aus zwei Eiern. Im Gegensatz zu allen anderen Kiwiarten, bebrüten beim Haastkiwi beide Elternteile die Eier. Dies dauert zwischen 70 und 85 Tage, was zu den längsten Brutzeiten in der Vogelwelt zählt. Dementsprechend weit entwickelt sind die frisch geschlüpften Jungvögel und können nach etwa einer Woche das erste Mal das Nest verlassen. 

Der Bestand des Haastkiwis wird momentan als gefährdet eingestuft. Aktuelle Schätzungen gehen von nur noch 8000 bis 15000 frei lebenden Exemplaren aus. Der Hauptgrund für diesen Zustand ist die Einführung von räuberischen Säugetieren wie Hunden, Katzen und Marder durch den Menschen. Außerdem fallen viele Kiwis den Giftfallen von Jägern zum Opfer.