Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Familie Nienhoff

Name: 
Graupapagei
Wissenschaftlicher Name: 
Psittacus erithacus

Wir freuen uns, dass Familie Ilka, Hermann und Joost Nienhoff die Patenschaft für den Graupapagei übernommen hat. Herzlichen Glückwunsch!

Sein enormer Bekanntheitsgrad und seine Beliebtheit fordern einen hohen Preis: Obwohl durch erfolgreiche Nachzuchten die Wildfänge für die weltweit nachgefragte Haustier-Haltung seit den 1990er Jahren etwas zurückgegangen sind, wird der ursprünglich aus den Regenwäldern und anderen Waldgebieten West- und Zentralafrikas stammende Graupapagei nach wie vor massiv für den Wildvogel-Handel aus seinem natürlichen Lebensraum entfernt. Die fortschreitende Zerstörung des Lebensraumes tut ihr Übriges: Auf der Roten Liste der IUCN werden die Graupapageien als „near threatened“ geführt und stehen damit auf der Vorwarnliste für gefährdete Tierarten.

In der Wildnis sind diese Vögel Menschen gegenüber eher scheu, untereinander zeigen sie aber ein ausgeprägtes Sozialverhalten: Morgens und abends halten sie sich in großen, geräuschvollen Schwärmen in den Baumkronen auf. Tagsüber suchen sie in kleineren Gruppen kletternd in den Bäumen oder auch am Boden nach Nahrung – vor allem Früchte und Samen, aber auch Blüten und andere Pflanzenteile. Eine Familie gründen sie mit einem festen Partner, mit dem sie einen lebenslangen Paarbund eingehen. Ihre Nester legen sie in Baumhöhlen hoch oben im Kronendach an. Das Männchen füttert und bewacht das Weibchen während der gesamten Brutzeit. Und auch nachdem die nach 30 Tagen aus dem Ei geschlüpften und weitere 12 Wochen im Nest groß gezogenen Jungen flügge werden, kümmern sich beide Elternteile noch eine geraume Zeit intensiv um ihren Nachwuchs.