Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Warane effektiver schützen – Bestimmungshilfe veröffentlicht

Gemeinsame PM mit Bundesamt für Naturschutz

24.06.2020

● Erstmals umfassende Hilfe zur Bestimmung von Waran-Arten für Arten-schutz- und Zollbehörden
● Publikation ermöglicht bessere Kontrolle des Handels mit Waranen

Eine neue visuelle Bestimmungshilfe für Waran-Arten erleichtert Artenschutz- und Zollbehörden künftig ihre Arbeit bei der Umsetzung des Washingtoner Arten-schutzübereinkommens CITES. Die erste umfassende Handreichung für Waran-Arten aus aller Welt hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) heute in deutscher und englischer Spra-che öffentlich zur Verfügung gestellt. Die Publikation wurde von zwei renommierten Echsen-Experten des Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz Institut für Bio-diversität der Tiere (ZFMK) erstellt.

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Um Warane zu schützen, müssen die verschiedenen Arten eindeutig identifiziert werden können. Denn weltweit gibt es derzeit 82 beschriebene Waran-Arten, die alle durch CITES, das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, geschützt sind. Als BfN setzen wir uns nicht nur für den Schutz von Arten ein, sondern sehen uns auch in der Verantwortung, eine adäquate Umsetzung der internationalen CITES-Konvention zu gewährleisten. Die neue visuelle Bestimmungshilfe liefert jetzt die wissen-schaftlichen Grundlagen für eine bessere Kontrolle des internationalen Handels mit Waranen durch den Zoll und die Behörden des Artenschutzvollzugs.“

„Umweltkriminalität bedeutet einen großen Schaden für die Umwelt und für die Lebenswelt der Menschen. Es ist absolut notwendig, dass durch die Kooperation zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und staatlichen Einrichtungen und auch dem Ehrenamt dafür Sorge getragen wird, dass schnell und sicher gerechte Entscheidungen gefällt werden können, In diesem Fall ist die taxonomische Expertise des ZFMKs ein gutes Beispiel für eine in diesem Sinne erfolgreiche Zusammenarbeit“, erläutert Prof. Dr. Bernhard Misof, Direktor des ZFMK.

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Sabine Heine
Pressesprecherin

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