Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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Video erläutert Team-Arbeit zur Eindämmung des Krallenfrosches, einer hochgradig invasiven Art

Im Projekt INVAXEN - Invasionsbiologie von Xenopus - arbeiten verschiedene Wissenschaftler*innen aus diversen Disziplinen zusammen, um Strategien zu entwickeln, die einheimische Arten schützen.

27.05.2020

Als invasive Arten werden diejenigen der Arten bezeichnet, die unerwünschte Auswirkungen auf natürliche Ökosysteme haben. Mit der zunehmenden Globalisierung werden immer mehr Tiere und Pflanzen werden durch den Menschen aus ihrem Verbreitungsgebiet an andere Ort gebracht. Unter den Amphibien ist es der afrikanischen Krallenfrosch (Xenopus laevis), der auch in vier europäischen Landern zunehmend Anlass zu großer Sorge gibt. Der Krallenfrosch wird in Laboren und als Haustier gehalten. Und wie das immer so ist: Ein paar Tiere entwischen immer und gelangen irgendwie in die Freiheit. Dort fühlen sich die Individuen oft wohl, denn die Art hat eine große Anpassungsfähigkeit und kann auch in Europa überleben. Die Tiere pflanzen sich schnell und effektiv fort. Ihre zunehmende Anzahl kann einheimische Arten aus deren Lebensraum verdrängen. Gleichzeitig sind die ursprünglich vorkommenden Arten Nahrung für die eingewanderten amphibischen Gesellen. Grund genug zu fürchten, dass hiesige Tiere durch den Krallenfrosch bedroht sind.

Im Projekt INVAXEN - Invasionsbiologie von Xenopus - arbeiten verschiedene Wissenschaftler*innen aus diversen Disziplinen zusammen, um Strategien zu entwickeln, die die einheimischen Arten schützen. Die Forscher*innen haben unter anderem das Verhalten studiert, die Biologie der Art und die Genetik. Mit Satellitenfotos wurde das Verbreitungsgebiet analysiert. Auf diese Weise wurden Maßnahmen empfohlen, die das Vorkommen des Krallenfrosches außerhalb seiner Heimat zumindest einschränkt – oder die Art komplett aus dem untypischen Lebensraum eliminiert.

Das Video zeigt, wie von BiodivERsA finanzierte Projekte nicht nur in ihrer wissenschaftlichen Forschung herausragende Leistungen erbringen, sondern auch wie relevant sie auf gesellschaftlicher Ebene sind und wie sie bei Managementpraktiken vor Ort helfen können. BiodivERsA ist ein Netzwerk nationaler und regionaler Förderorganisationen, die die gesamteuropäische Forschung zu Biodiversität und Ökosystemleistungen fördern und innovative Möglichkeiten für die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung der Biodiversität bieten.

Dr. Dennis Rödder ist Leiter des Projektes.

https://www.youtube.com/watch?v=m1gVZHO_L80

INVAXEN:

    Website: http://www.anthonyherrel.fr/INVAXEN/

    YouTube channel: https://www.youtube.com/user/INVAXEN

    Facebook page: https://www.facebook.com/Invaxen

BiodivERsA: https://www.biodiversa.org

The CROAA project: https://www.life-croaa.eu/en/home/

Squarefish - animation and motion design studio: https://squarefish.eu

 

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