Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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3 D Scan der Trauermücke Ctenosciara hyalipennis von Björn Rulik und Peter T. Rühr online

20.10.2016

Jetzt ist er online, der tolle 3 D Scan der Trauermücke Ctenosciara hyalipennis von Björn Rulik und Peter T. Rühr. Diese Trauermückenart ist mit Ctenosciara alexanderkoenigi nah verwandt. Äußerlich sind sich beide Arten sehr ähnlich.

Gleichzeitig wollen wir auf die kommende Ausstellung "8 Objekte, 8 Museen" aufmerksam machen, in ab dem 08.11.2016 der Scan auf einem großen interaktiven Tisch bei uns im Museum zu sehen sein wird. Dort wird die ganze Geschichte der neuen Mückenart Ct. alexanderkoenigi erzählt - zusammen mit sieben anderen spannenden Erkenntnissen rund um die Objekte aus den anderen sieben Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft.

Hintergrundinformation:

Es war kein Aprilscherz, als Björn Rulik und Kai Heller in einem am 01. April 2016 erschienenen Artikel der renommierten Zeitschrift Biodiversity Data Journal eine neue Trauermückenart mitten aus Bonn beschrieben. Das Tier wurde überraschend im Museumsgarten mithilfe einer automatisierten Malaise-Falle zur schnellen und effizienten Erfassung der Biodiversität im Rahmen der Arbeiten zum German Barcode of Life (GBOL)-Projekt entdeckt.

Die neue, mit ihrer kontrastreichen Färbung auffallend hübsche Art unterscheidet sich signifikant sowohl von den drei anderen, bisher bekannten europäischen Arten der Gattung als auch von zahlreichen außereuropäischen Arten. Die Unterschiede betreffen sowohl die äußeren Merkmale als auch den mit modernen molekularen Methoden erfassten DNA-Barcode.

Zu Ehren und im Gedenken an den Gründer des Museums erhielt die neue Art den Namen Ctenosciara alexanderkoenigi.

Bei genetischen Untersuchungen stellte sich heraus, dass das Ursprungsgebiet der neuen Art Australasien sein musste. Damit kam die Mücke als Zuwanderer von dort hierher zu uns. Mittlerweile sind nach dieser Entdeckung vier Individuen aus dem Norden Neuseelands bekannt, die denselben DNA-barcode aufweisen wie das Tier aus dem Museumspark.

https://youtu.be/j7xd3BUEzoA

Pressekontakt

Sabine Heine
Pressesprecherin

Tel.: +49 (0)228 9122 215
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E-Mail: s.heine [at] zfmk.de