Das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

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ZwischenZustand

M. Düdder, T. Riehle, Ch. Eblenkamp - Fotografien

Reiter

Info
Laufzeit: 
01.04.2003 bis 09.05.2004
Ort: 
1.Obergeschoss
Austellungsart: 
Fotoausstellung

Die Foto-Sonderausstellung dokumentiert in künstlerischer Weise die fast vierjährige Metamorphose des Museum Koenig.


Während das Museum Koenig früher nahezu ausschließlich die Ordnung der Tierwelt präsentierte, liegt der Schwerpunkt der neuen Ausstellungen auf der ganzheitlichen Vernetzung der Lebewelt, wodurch die Kontinuität des Lebens durch Wandel verständlich wird. Die früher ausgestellte Vielfalt der Tiere ließ die übergeordnete ökologische Einheit unberücksichtigt. Jetzt werden deren Geheimnisse dargestellt. Die Fotografieausstellung zeigt den Zwischenzustand der Wandlung in der Präsentation.
 
Marcus Düdder, Tomas Riehle und Christian Eblenkamp ist nur eines gemeinsam: Die visuelle Interpretation des Objekts Museum Koenig mit dem Medium der Fotografie. Aus sprichwörtlich drei Perspektiven wurde die Architektur des Museums während seiner baulich bedingten Schließung beleuchtet. Die unterschiedlichen Herangehensweisen fügen sich nun in der Ausstellung wieder zu einer simultanen Betrachtungsebene zusammen: Zu einem Focus aus einem breiten Spektrum zeitgenössisch-dokumentarischer Architekturfotografie.
 
Die Umstrukturierungen in einem großen naturkundlichen Museum passieren meist im Verborgenen. Für die Außenstehenden geschieht dies wie eine "Metamorphose". Der Prozess kann nur durch Momentaufnahmen der fotografischen Dokumentation fest gehalten werden. Marcus Düdder, Tomas Riehle und Christian Eblenkamp arbeiten mit ihrem persönlichen Stil, der durch den jeweiligen Blickwinkel sowie raffinierter Differenzierung von Licht und Schatten entsteht. Die Fotografie hält neben den Umbauarbeiten auch die Wandlung der wissenschaftlichen Inhalte in den Ausstellungen des Museums fest. Es geht nicht nur um das Kunstwerk Foto, sondern auch um das Sichtbarmachen des gesellschaftlichen Stellenwerts der naturkundlichen Museen.
 
Aus diesem Stellenwert heraus begründet sich die Neugestaltung der Ausstellungen. Die lebende Welt ist unermesslich mannigfaltig. Die Einteilung dieser Mannigfaltigkeit ist das Ergebnis der Geschichte der Biologie, deren Verständnis ein langes Reifen von Ideen und die Anwendung immer hochentwickelterer Technologien bedeutet. Zwar ist die Geschichte des Lebens Millionen Jahre alt, der Mensch bestimmt aber erst seit historisch kurzer Zeit einen neuen Kurs. Die Klassifizierung und Ordnung der Vielfalt sind bedeutsame Aufgaben. Die Rekonstruktion der Geschichte von Abstammungslinien bedeutet, diese Linien innerhalb der langen Geschichte des Planeten einzuordnen. So werden die Vorgänge entziffert, durch die sich die Lebewesen im Verlauf von Generationen unter variablen Zusammenhängen verändert haben und somit der Kontinuität des Lebens zu Grunde liegen.
 

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