Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

FOGS - Forensic Genetics for Species Protection

Tabs

Information

Steckbrief

Titel des Projekts: 
FOGS - Forensic Genetics for Species Protection
ZFMK-Projektleitung: 
Forschungsobjekt(e): 
Endangered Species, Forensic Genetics

Beschreibung

Umweltkriminalität erzielt jährlich 100 bis 260 Milliarden US-Dollar Gewinn. Geschützte Tiere werden zu einem hohen Grad illegal gehandelt, in Europa oft, um sich extravagante Haustiere zu halten. Der Schaden für die Biodiversität ist enorm. Um effektiver gegen den illegalen Handel mit geschützten Arten vorzugehen, fehlt es den Naturschutzbehörden und der Strafverfolgung an routinemäßig anwendbaren Nachweis-Werkzeugen. Das BMBF-Projekt FOGS, Forensic Genetics for Species Protection - Sichere Herkunftszuordnung bei geschützten Tierarten entwickelt solche Tools.

Mit deren Hilfe können anhand von DNA-Proben Herkunft und Abstammung untersuchter Tiere ermittelt werden. Man stellt z. B. fest, ob es sich bei untersuchten Zuchtprogrammen tatsächlich um legale Nachzuchten oder illegale Wildentnahmen handelt. Oder man weist nach, ob Hybridzuchten geschützter Wildtiere (z.B. Wolf oder Greifvögel) vorliegen, was das Bundesartenschutzgesetz verbietet.

Die DNA-basierten Werkzeuge, die FOGS entwickelt, bedienen sich der SNPSTR-Technologie. SNPSTR kombinieren kurze DNA-Motive, die sich mehrfach wiederholen, mit Mustern punktueller Einzelabweichungen im Erbgut. Die gekoppelte Analyse dieser beiden molekularen Marker bietet einen sehr hohen genetischen Informationsgehalt und erlaubt die präzise Differenzierung von Populationen. Allerdings müssen die Marker für jede Art einzeln etabliert werden. Daher beschränkt sich FOGS zunächst auf knapp 200 – hauptsächlich europäische – Wirbeltier-Arten. Ist die Technologie für diese Arten einmal entwickelt, sollen Schnelltests die Anwendbarkeit in der Praxis erleichtern. Labors werden routinemäßig Fragen zu Abstammung, Hybridstatus oder geographischer Herkunft der Tiere für Behörden, Forschungseinrichtungen und Züchter beantworten können.

Ort

Ansprechpartner

FOGS Projektkoordinatorin
+49 228 9122-359
+49 228 9122-212
a.consul [at] leibniz-zfmk.de