Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

Phylogenetik & Evolutionsbiologie

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Die Opisthobranchia

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Die Opisthobranchia-Meeresschnecken sind bekannt für ihre Farben- und Formenvielfalt. Sie evolvierten aus den schalentragenden Prosobranchia. Weltweit kennen wir zwischen 5000 und 6000 Arten.

Sie kommen vom Eulitoral bis in die Tiefsee vor, von den Polarregionen bis in die Tropen. Ihre Größe reicht von wenigen Millimetern bis hin zu einem Meter.

Viele Arten sind Nahrungsspezialisten, haben sich auf eine bestimmte Art von Alge, Schwamm oder Koralle spezialisiert. Manche sind richtige Räuber, einige leben sogar von nah verwandten Schnecken.

Die Opisthobranchia sind berühmt für ihre einzigartigen biologischen Phänomene. So benutzen zahlreiche Arten giftige Substanzen, die sie aus ihrer Nahrung erhalten, oder sie lagern die Nesselzellen aus ihrer Beute, den Cnidaria, ein und verwenden sie gegen potentielle Räuber.

Einige Opisthobranchia sind so wehrhaft, dass sie farblich von anderen Invertebraten nachgeahmt werden. Eine weitere Besonderheit bei den opisthobranchiaten Sacoglossen ist das Einlagern von Chloroplasten aus ihrer Algennahrung und die weitere Verwendung der photosynthetisch erhaltenen Metabolite.

Weniger spektakulär, aber trotzdem nicht weniger interessant ist die symbiotische Beziehung verschiedener Schneckengruppen mit einzelligen Algen, die sie ebenfalls aus ihrer Nahrung, den Korallen, erhalten.
 

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