Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

ist ein Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft

Natuschutzökologie

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Das neu entstehende Forschungsgebiet der Umweltbiologie fokussiert auf die Arten-basierte Untersuchung des Biodiversitätswandels und Bewertung von Ökosystemen. Mit unserem  jüngst etablierten Zentrum für Biodiversitätsmonitoring (zbm) werden wir das ZFMK Profil um Arten-basierte umweltbiologische Forschung erweitern und so wichtige Erkenntnisse über die Ursachen und Konsequenzen des Biodiversitätsrückgangs gewinnen. Die Forschung und Infrastruktur am zbm wird die deutsche Forschungslandschaft bereichern und die Arten-basierte Umweltforschung mit wichtigen Feldern wie der Populationsbiologie und Artenschutzökologie erweitern.

Die neue zbm Sektion Natuschutzökologie hat folgende Schwerpunkte:

  • Entwicklung und Anwendung innovativer Technologien für das Biodiversitätsmonitoring
  • Dokumentation des Wandels der Biodiversität
  • Erforschung der ökologische Struktur von Artengemeinschaften
  • Untersuchung von Ursachen und Konsequenzen des Biodiversitätsverlustes
  • Modellierung von Zukunftsszenarien
  • Evidenz-basierte Entwicklung von Lösungsansätzen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität
  • Förderung der Kooperation zwischen ehrenamtlichen Akteuren, Behörden und Forschern in der Biodiversitätsforschung

Bereits jetzt führen wir im zbm mehrere interdisziplinäre Verbundforschungsprojekte durch, wie SustainCBW (Untersuchung von Hinderungsgründen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität), INPEDIV (Ursachen des Insektenrückgangs in deutschen Schutzgebieten und Konsequenzen für ökologische Gemeinschaften), DINA (Auswirkungen landwirtschaftlicher Flächennutzung auf die Biodiversität und Implikationen für die deutsche Schutzgebietsplanung), und AMMOD (Entwicklung von Multi-Sensor-Stationen zur Erfassung der Artenvielfalt).

Diese am ZFMK (mit)entwickelten großen Kooperationsvorhaben zielen auf eine Erfassung des Wandels der Biodiversität einschließlich deren Ursachen und Auswirkungen ab. Unsere hypothesen-basierte Forschung wird die Grundlage schaffen für die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Lösungsansätze, um dem Verlust der Biodiversität entgegen zu wirken, und evidenz-basierte Politikberatung ermöglichen. Unsere Forschung in der zbm Sektion Umweltbiologie wird Erkenntnisse aus der Ressortforschung ergänzen und die zuständigen Behörden bei der Erfüllung ihrer Berichtspflichten unterstützen.

Die Entwicklung innovativer Technologie und die anwendungsorientierte Forschung in der Sektion Umweltbiologie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den anderen beiden zbm Sektionen Metabarcoding und Umweltgenomik. Zudem wird das zbm Mehrwert generieren durch die Nutzung und Weiterentwicklung etablierter Infrastrukturen des zmb (Biobank, GBOL Datenbank) und des zte (Biodiversitätsinformatik, morphologische Referenzsysteme).

Ansprechpartner

Leiterin der Sektion Naturschutzökologie am Zentrum für Biodiversitätsmonitoring
Wissenschaftliche Referentin des Direktors für Forschungsnetzwerke, internationale Kooperationen & Wissenschaftspolitik
+49 228 9122-352
+49 228 9122-212
l.schaeffler [at] leibniz-zfmk.de