Als Leibniz-Institut für terrestrische Biodiversität hat das Museum Koenig seine Forschung im Bereich der systematischen Zoologie um wichtige Problemfelder im Bereich der weltweiten Biodiversitätskrise erweitert. Mit diesem Forschungsansatz leisten die Mitarbeiter des Museums Koenig einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Ressourcen der Erde, denn die Forschungsergebnisse werden der scientific community weltweit zur Verfügung gestellt und diskutiert. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse tragen zu sachkompetenten ökonomischen und politischen Entscheidungen bei, die den Erhalt der Lebensgrundlagen des Menschen sichern. Mit diesem Aufgabenspektrum betreibt das Museum Koenig eine hochaktuelle, zukunftsorientierte Forschung. Zugleich nimmt es im Rahmen vielfältiger Kooperationen einen wichtigen Platz in den internationalen Bemühungen um den Erhalt der Artenvielfalt der Erde ein.
Das Museum Koenig ist ein Mitglied der Leibniz Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss wissenschaftlich, rechtlich und wirtschaftlich eigenständiger Forschungs- und Serviceinstitute, die als außeruniversitäre Einrichtungen von gesamtstaatlichem Interesse sind und daher zu einem jeweils individuell festgelegten Anteil auch aus Bundesmitteln finanziert werden.
Gemeinsam mit 19 anderen Einrichtungen bildet das Museum Koenig innerhalb der WGL die Sektion "Lebenswissenschaften". Fünf dieser Institute haben sich im Rahmen eines Kooperationsvertrages zu dem Kompetenzfeld "Biodiversität" zusammengeschlossen. Dies sind:
- Deutsches Primatenzentrum, Göttingen
- Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen, Braunschweig
- Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungsverbund, Berlin
- Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg der senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft, Frankfurt
- das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn.
Diese Institute wollen dazu beitragen, den stetig steigenden Bedarf an detaillierten Informationen über die Zusammensetzung und Funktionsweise der Biosphäre als Grundlage für politische und ökonomische Entscheidungen zu decken. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich 1992 im Rahmen der Convention on Biological Diversity (CBD, Rio de Janeiro 1992) dazu verpflichtet, an der Erforschung und Erhaltung der Biosphäre mitzuwirken.
Wissenschaftliche Expertise ist der Garant für die Stärken der Leibniz-Institute, die aufgrund ihres singulären Wissens hochgradig kompetent für die Analyse komplexer Forschungsbereiche sind.
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 83 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Diese beschäftigen etwa 13.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa 5.400 Wissenschaftler und 2.000 Nachwuchswissenschaftler (Stand Dezember 2006).
Der Gesamtjahresetat der Institute liegt bei mehr als 1,1 Mrd. Euro, an Drittmitteln werden pro Jahr etwa 225 Mio. Euro eingeworben.


