Vortragsreihe
21.09.11, 19 Uhr
Evolutionäre Führung in Unternehmen - Warum manche Menschen freiwillige Gefolgsleute haben und andere nicht
Dipl.-Kfm. Peter Rost, Partner und Management Profiler,
Change Support Team, Bonn
Es ist die geführte Gruppe, die sich im Laufe der Evolution des Menschen als erfolgreicher erwies, nicht der Führende an sich! Das Modell Führung musste sich auf der Ebene von Gruppen bewähren, nicht auf einer individuellen Ebene. Dieses Phänomen entwickelte sich also aus der gemeinschaftlichen Lebensbewältigung und Existenzerwirtschaftung. Unsere Vorfahren konnten mit ihrer neuen Strategie "Führung", also einer speziellen Form von Zusammenarbeit, größere Aufgaben bewältigen als allein oder ungeführt. Kompetenz, Führungspersönlichkeit und Führungsverständnis sind dabei von großer Bedeutung.
19.10.11, 19 Uhr
Der Lotuseffekt - "Hightech für Unternehmer"
Prof. Dr. Wilhelm Barthlott,
Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen, Universität Bonn
Stark wasserabweisende ("superhydrophobe") technische Oberflächen sind wegen ihrer einzigartigen Eigenschaften nicht nur von größtem wissenschaftlichen, sondern auch ökonomischen Interesse. Dabei stammen die faszinierendsten Oberflächen nicht aus der Industrie, sondern haben sich in Jahrmillionen in der Natur, bei Pflanzen und Tieren, entwickelt. Die Blätter der Lotusblume zum Beispiel besitzen auf der Oberseite kleinste Micro- und Nanostrukturen. Zusammen mit den chemischen Eigenschaften der Oberfläche machen sie das Blatt wasserabweisend und damit auch selbstreinigend. Wir haben das zugrundeliegende Prinzip auf technische Oberflächen übertragen und seit den späten 90er Jahren Produkte wie Fassadenfarben oder Dachziegel entwickelt.
Während die wasserabweisenden und selbstreinigenden Eigenschaften bereits gut untersucht und verstanden sind, wurden die Luft haltenden Eigenschaften solcher Oberflächen unter Wasser bisher vernachlässigt. Erst kürzlich eröffnete sich das beeindruckende Potential solcher Oberflächen für die Schifffahrt: ein Schiff mit einer Luft haltenden Oberfläche am Rumpf würde nicht durch das Wasser fahren, sondern über den Luftfilm gleiten. Die Reduktion der Reibung des Wassers an der Schiffswand und damit auch die Treibstoffeinsparung wären hierbei gewaltig. Das Vorbild hierfür ist der Schwimmfarn "Salvinia", der beim Untertauchen an seiner Oberfläche einen stabilen Luftfilm ausbildet und diesen auch über lange Zeit unter Wasser hält. Die ersten technischen Prototypen sind bereits in der Lage, einen Luftfilm über mehrere Wochen zu halten. Bei einem ersten Testschiff konnte eine Reduktion der Reibung von bis zu 10% gemessen werden.
Weitere Informationen auf: www.lotus-effekt.de und www.nees.uni-bonn.de.
15.02.12, 19 Uhr
Schwarmintelligenz und ihre Anwendungen in der Gesellschaft - Lernen von der Natur.
Prof. Dr. Jens Krause, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin
21.03.12, 19 Uhr
Sex und Süßes - Werbung und Marketing bei Blüten im Wettbewerb um die Bestäuber.
Prof. Dr. Maximilian Weigend,
Direktor der Botanischen Gärten der Universität Bonn
Unter dem Motto
Faust talks to business
sind drei ArtPerformances des ArtEnsembles, Bochum, geplant. Dabei steht die sich im Werk Goethes widerspiegelnde Naturauffassung des Dichters im Vordergrund eines interdisziplinär ausgerichteten Programms. Die Verbindung von naturwissenschaftlichem Prinzip, literarischer Umsetzung und sinnlicher Erfahrung arbeiten einem neuen Wissenschafts- und Wirtschaftsbegriff zu. Susanne Hocke und Jürgen Larys werden in der Zwei-Personen Vorführung eine facettenreiche Menschheitsparabel inszenieren.
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