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Sonderausstellung
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
09. März 2010 bis 27. Juni 2010
2.OG Nord
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Broschüre
(pdf, 3,5MB)
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Die Natur steht Modell für viele Erfindungen. An acht "Informations- und Entdeckerinseln" und einer "Kommunikationsbox" kann der Besucher in spielerischer Weise viele bionische Produkte entdecken.
Die Komik-Leitfiguren Nik und Bio begleiten die jüngeren Besucher durch die Ausstellung.
Der Begriff Bionik setzt sich aus den Worten Biologie und Technik zusammen. Diese Begrifflichkeiten beinhalten bereits das, was Bionik ist: eine Wissenschaft und auch die Methode, mit deren Hilfe man Produkte oder Techniken, die die Natur "erfunden" hat, für den Menschen nutzbar machen kann.
Die Ausstellung erklärt in Teilbereichen auf etwa 220 Quadratmetern technische Erfindungen und Produkte, die nach dem Vorbild der Natur funktionieren.
Die Natur ist eine einzige Ideenkiste für technische Erfindungen. So können verschiedenste Tierarten an unterschiedlichsten Oberflächen senkrecht herauf oder gar kopfüber "unter der Decke" laufen. Fliegen haben kleinste Härchen an den Beinen, die bewirken, dass die Tiere nicht herunter fallen. Ein ausgewachsener Gecko kann mit einem einzigen Zeh an der Wand hängen ohne abzurutschen. Das Vorbild der Tiere inspirierte Wissenschaftler zur Entwicklung eines "Gecko-Klebenbandes". Am Ratewürfel im Bereich "geniale Füße" können die Besucher der Ausstellung diverse Haftmechanismen im Tierreich spielerisch ergründen.
Der Klettverschluss trägt seinen Namen zu Recht nach dem Vorbild einer Pflanze, der Klette. Wer kennt sie nicht, die mit zahlreichen Widerhaken ausgerüsteten Früchte, die ziemlich fest an der Kleidung hängen bleiben. Auf diese Beobachtung aufbauend erfand Georges de Mestral 1948 das vielleicht bekannteste bionische Produkt.
Den bisher stärksten Kleber produziert ein Süßwasserbakterium. Er ist so stark, dass eine beklebte Fläche von der Größe eines Cent Stücks das Gewicht von 1,3 Tonnen halten könnte.
Die Zähne von Ratten lieferten die Idee für selbstschärfende Industriemesser.
Wissenschaftler interessieren sich für viele Meeresbewohner. Die Stromlinienform, wie sie Delfine und Pinguine aufweisen, ist sehr günstig für eine widerstandsarme Fortbewegung im Wasser. Sie möchten die "windschnittigste" aller Stromlinienformen finden. Auf Flugzeuge oder Autos angewandt, könnte der Energieverbrauch drastisch sinken. Der kompakte Kofferfisch erzeugt beim Schwimmen erstaunlich wenig Widerstand und es wurden bereits Autos nach seinem Vorbild gebaut. Die Barthaare von Robben stehen Modell für Bewegungssensoren und das Ultraschallsystem der Delfin kann möglicherweise helfen, Instrumente zu bauen, mit denen Tsunamis frühzeitig erkannt werden.
In der "Kommunikationsbox", einer Art Schallkammer, kann man in der Ausstellung das Kommunikationssystem der Delfine selber testen.
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