Skulpturenlandschaft mit Videoinstallation
von Reiner Maria Matysik
08.05.2008 bis 31.08.2008 verlängert
1.OG und 2.OG
Mit der Sonderausstellung "biofakte" im Rahmen des Kulturprogramms zur 9. UN-Naturschutzkonferenz "Biologische Vielfalt" (Convention of Biological Diversity - CBD) 2008 in Bonn stellt sich das Forschungsmuseum Alexander Koenig
den Visionen des Künstlers Reiner Maria Matysik.
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...dieses projekt beruht auf der annahme, dass das leben nicht ein bisschen, sondern von grund auf verändert werden wird. die biophilie (e.o. wilson) führt dabei vom artenschutz zur artenneubildung." (Reiner Matysik)
Reiner Maria Matysik arbeitet seit einigen Jahren an der künstlerischen Umsetzung seiner These, dass die Gentechnik einen neuen, radikalen Evolutionsschub auslösen wird, den er als "postevolutionär" bezeichnet. Die "aktive" Evolution ermögliche die Gestaltung unterschiedlichster Organismen, die sich synthetisch beliebig aus der weltweit vorhandenen Genmasse erzeugen ließen. So werde die zunächst naturwissenschaftliche Methode auch als Mittel für die Kunst einsetzbar. Matysik kreiert Modelle für solche synthetischen Organismen - er nennt sie Bionten. In der Zukunft werden sich diese, so Matysik, dann als wirkliche Lebewesen realisieren lassen. Er ist überzeugt, dass sich dabei die Grenzen zwischen Pflanze, Tier und Mensch verwischen werden.
Matysiks provokanter Ansatz wirft viele Fragen auf, die den Dialog mit der Wissenschaft geradezu fordern. Was bedeutet die Gentechnologie für unsere Zukunft? Wird sich tatsächlich bald jeder ihrer bedienen und für seine persönlichen Ziele verwenden können? Was bedeutet sie für die Fortentwicklung der Natur? Und wird sie zu einer Erhöhung oder zur Reduktion der bisherigen organischen Vielfalt führen?
Die Skulpturenlandschaft will mit der ständigen Ausstellung des Museums Koenig in Dialog treten. Eine interdisziplinäre
Diskussionsrunde wird die aufgeworfenen Fragen aus naturwissenschaftlicher und künstlerischer Sicht diskutieren.
Workshops für Kinder runden das umfangreiche Rahmenprogramm zur Sonderausstellung ab.
Sonderausstellung & Programm durch die Staatskanzlei NRW gefördert.


