Malereien und Zeichnungen
von
Egbert Verbeek
06. September 2007 bis 02. Dezember 2007
Treppenhalle 2.OG und Cafeteria 1.OG
Es gibt eine Besonderheit im Museum Koenig: Die Natur hält still. Man kann sie in Ruhe betrachten - die Tiere bleiben stehen - die Schmetterlinge fliegen nicht fort. Das Auge kann so lang es will nur den einen Schmetterling betrachten, wissend und staunend, dass der Einfallsreichtum seiner Flügel nur eine Möglichkeit unter Tausenden ist und die tausend anderen in ihren Schaukästen halten auch still!
Nur warum sammeln wir das alles? Über der hellen heiteren Vielfalt vernimmt man eine düstere bedrohliche Musik: Wurden nicht auch die Kunstschätze besonders vor den Kriegen inventarisiert? Müssen wir uns deshalb so beeilen wenigstens einige Bruchstücke der Schätze der Natur zu sammeln und in einem Museum zu "sichern"?
So konnte der Maler Egbert Verbeek durch diese "Bruchstücke" Eindrücke vom Saumzipfel des großen Mantels Natur mit nach Hause in sein Atelier nehmen und sie dort malen.
Die Schmetterlingssammlung oder Lepidopteren-Sammlung des Museums Koenig ist die viertgrößte Deutschlands, sie bildet mit ihren annähernd 2 Millionen Exponaten in 11.000 Schaukästen einen Schwerpunkt an Tierpräparaten im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig. Aber auch in historischer Hinsicht ist diese Sammlung bedeutend, da sie Belege für längst zerstörte Biotope enthält. Heute ist die Sammlung aus konservatorischen Gründen im neuen Clas M. Naumann-Bau untergebracht, wo sie ausschließlich Forschungszwecken dient und zur Zeit nicht in der Schausammlung gezeigt wird. Während der Ausstellung werden jedoch einige ausgewählte Exponate aus der Schmetterlingssammlung zu sehen sein.
Traum des Nachtfalters, Öl, 2006, 55 x 90 cm
Bote am Fenster, Öl, 2007, 60 x 60 cm
Das große Spiel, Öl, 2007, 200 x 170 cm
Der Bote sucht seine Flügel, Öl, 2006, 80 x 80 cm
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