Interaktive Sonderausstellung
des BIOTA-Forschungsverbundes zum Thema Biologische Vielfalt und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in Afrika. Gefördert vom BMBF.
22.11.2007 bis 11.01.2009 (verlängert)
1.OG
Die Ausstellung Afrikas Reichtum - Biodiversität erforschen, nutzen und erhalten zeigt die Vielfalt der Arten und den Wert dieser Fülle für uns Menschen. Und sie fragt nach Möglichkeiten, diesen Schatz zu erhalten.
Der Artenreichtum Afrikas ist unvorstellbar - und weitgehend unerforscht. Allein auf dem Tafelberg in Südafrika kommen über 500 Heidekraut-Arten vor, in ganz Deutschland sind es drei. Afrikanische und deutsche Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen haben sich zusammengetan, um die komplexen Beziehungen zwischen Mensch und belebter Umwelt besser verstehen zu lernen. Über dreihundertfünfzig Teilnehmer arbeiten gemeinsam an dem Projekt BIOTA-Afrika, das von der deutschen Bundesregierung im Rahmen der internationalen Konvention zur Biologischen Vielfalt unterstützt wird.
Die Ausstellung Afrikas Reichtum greift die zentralen Fragen dieses Projektes auf und stellt die Ergebnisse dar. Sie präsentiert die Biodiversität in all ihrer Schönheit; sie schlägt den Bogen zwischen lokalem und weltweitem Nutzen; sie beweist, dass die Biologische Vielfalt zu unseren wichtigsten Lebensgrundlagen gehört. Und sie zeigt Wege auf zu ihrer Bewahrung.
Das Museum Koenig präsentiert erstmalig die faszinierenden Ergebnisse eines eindrucksvollen Forschungsvorhabens. Das BIOTA-Projekt wird ebenso wie die Wanderausstellung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.
Im Herbst 2008 wird die Ausstellung in Südafrika gezeigt.
Vielfalt begreifen
Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorganismen, aber auch Ökosysteme, Gene und nicht zuletzt der Mensch zählen zur Biodiversität. Der Besucher taucht in die Vielfalteines afrikanischen Regenwaldes ein und gewinnt Einblicke in die Arbeit der Forscher.
Vielfalt nutzen
Alltäglich greifen wir zur Befriedigung unserer Bedürfnisse auf Naturgüter zurück. Afrikanische Produkte, naturbelassen oder kunstfertig verarbeitet, beeindrucken den Besucher. Aufgezeigt wird auch die Abhängigkeit von Ökosystemdienstleistungen. Hierher gehört zum Beispiel der Service, der von emsigen Bestäubern oder unscheinbaren Bodenorganismen erbracht wird.
Vielfalt in Gefahr
Der Einfluss, den der Mensch auf Lebensräume hat, ist schwerwiegend. Seine Aktivitäten führen zunehmend zu einem Verlust der Biodiversität. Der Besucher lernt die natürliche Vegetation verschiedener Regionen Afrikas kennen - und sieht, wie sich diese Landschaften durch Übernutzung verändern und zu unwirtlichen Wüsten werden.
Vielfalt erhalten
Entscheidend für den Erhalt der Vielfalt ist nicht nur die Aufklärung der Bevölkerung, die Ausbildung von Fachleuten oder die Einrichtung von Schutzgebieten - sondern vor allem die Entwicklung von Strategien im Sinne der Nachhaltigkeit. Ein altbekanntes und im BIOTA-Projekt optimiertes Landbewirtschaftungssystem lässt staunen: Auf ehemals unfruchtbaren Flächen können mit Hilfe von Termiten wieder reiche Ernten erzielt werden oder Wälder wachsen.
(c) Foto links: Annika Wieckhorst


