Beringung von Fledermäusen
Die Biologie von Fledermäusen und deren Wanderungen werden seit 1932 in Deutschland u.a. mit der Methode der Fledermaus-Beringung untersucht. Dazu werden den Tieren leichte Aluminiumklammern um den Unterarm gelegt, die eine individuelle Prägung haben. Auf einer Klammer ist der Name der Zentrale, ein Buchstabe und eine Nummer eingeprägt, beispielsweise für Bonn "MUS. BONN E 415001" und für Dresden "FMZ DRESDEN B 47001".
Wird ein so gekennzeichnetes Tier aufgefunden und der Finder bzw. die Finderin meldet sich bei der zuständigen Beringungszentrale, dann informiert die Zentrale den Beringer und den Finder über den dadurch nachgewiesenen Ortswechsel des Tieres. Alle Beringungen und Wiederfunde werden von den Beringungszentralen registriert und die Daten werden Forschern zur Verfügung gestellt.
Die erste Beringungszentrale in Deutschland wurde 1932 von Martin Eisentraut am Zoologischen Museum in Berlin eingerichtet. Von hier aus vergab er die benötigten Ringe an Forscher in Mitteleuropa. 1957 übernahm Martin Eisentraut die Leitung des Museums Alexander Koenig und die Fledermaus-Beringungszentrale zog mit ihm nach Bonn um. Zwischen 1960 und 1964 wurden alle Fledermaus- Beringer in Deutschland von Bonn aus betreut. Auf Grund der politischen Entwicklung in Deutschland gibt es seit 1964 eine weitere Beringungszentrale in Dresden für die ostdeutschen Länder. Sie ist heute Teil des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und Geologie.
Fledermaus-Ringe mit Bonner Prägung.
Zwergfledermaus mit Ring (c) P. Boye


