in AFRIKA:
Sambia
Die Diversität der Amphibien und Reptilien im Luangwa Tal
Savannenformen gelten als die mit am schlechtesten erforschten Lebensräume der Erde, was auf die schlechten Feldbedingungen zurückführen ist. Es ist daher kaum verwunderlich, dass es kaum Studien über Herpetofauna und Herpetogeographie in diesen sensiblen Habitaten gibt.
Ähnlich wie die Regenwälder des afrikanischen Kontinentes durch Klimaeinflüsse einem steten Wandel unterliegen, so wurden auch die Trockengebiete mehrfach voneinander getrennt und isoliert. Weder Refugialräume noch der Verlauf der Korridore konnten bisher gesichert rekonstruiert werden.
Die im Luangwa Tal vorkommenden Amphibien und Reptilien werden erfasst und zoogeographisch mit Faunen in und um den postulierten Verlauf des Korridors verglichen. Die gewonnen Daten werden mit der Klimageschichte Afrikas in Beziehung gesetzt.
Als Modellgruppe sollen die Vertreter der Gattung Agama aus weiten Teilen Afrikas hinzugezogen werden.
Andere, ebenfalls Trockengebiete bewohnende Gattungen (Colubridae: Psammophis; Gekkonidae: Lygodactylus; Ranidae: Pyxicephalus) spielen wie die Agamen eine entscheidende Rolle und werden zoogeographisch ausgewertet.
(Philipp Wagner)
Ähnlich wie die Regenwälder des afrikanischen Kontinentes durch Klimaeinflüsse einem steten Wandel unterliegen, so wurden auch die Trockengebiete mehrfach voneinander getrennt und isoliert. Weder Refugialräume noch der Verlauf der Korridore konnten bisher gesichert rekonstruiert werden.
Die im Luangwa Tal vorkommenden Amphibien und Reptilien werden erfasst und zoogeographisch mit Faunen in und um den postulierten Verlauf des Korridors verglichen. Die gewonnen Daten werden mit der Klimageschichte Afrikas in Beziehung gesetzt.
Als Modellgruppe sollen die Vertreter der Gattung Agama aus weiten Teilen Afrikas hinzugezogen werden.
Andere, ebenfalls Trockengebiete bewohnende Gattungen (Colubridae: Psammophis; Gekkonidae: Lygodactylus; Ranidae: Pyxicephalus) spielen wie die Agamen eine entscheidende Rolle und werden zoogeographisch ausgewertet.
(Philipp Wagner)
in ASIEN:
Biodiversitäts- und Biogeographieforschung an der Nahtstelle zwischen Asien und Australien
Kaum eine andere Insel besitzt eine so komplexe und interessante biogeographische Geschichte wie Sulawesi. In Mitten des Indo-Australischen Archipels zwischen den Faunengebieten der Orientalis und Australis gelegen, ist Sulawesi Teil der biogeographischen Wallacea-Übergangszone. Die seit Jahrmillionen andauernde geographische Isolation der Insel führte zu einer eigenständigen Evolution vieler Arten, was in einen hohen Prozentsatz von Insel-Endemismus resultierte. So sind etwa 60% der Amphibien und Reptilien von Sulawesi endemisch. Insgesamt wurden bisher etwa 150 Arten unterschieden. Neuere Feldstudien zeigen jedoch, dass diese Zahl eine beachtliche Unterschätzung darstellt und über 210 verschiedene Arten in der Region vorkommen - eine große Anzahl dieser Arten ist jedoch noch unbeschrieben! Dies betrifft auch die großen Bindenwarane ( Varanus salvator-Komplex) von Sulawesi, die eine unerwartet hohe Diversität aufweisen und als Modelorganismus für die Sulawesi-Region gelten können. Phylogeographische Studien sollen den Ursprung der guten Schwimmer auf Sulawesi und mögliche Migrationswege der Warane in der Vergangenheit Sulawesis aufklären.
(André Koch)
Kaum eine andere Insel besitzt eine so komplexe und interessante biogeographische Geschichte wie Sulawesi. In Mitten des Indo-Australischen Archipels zwischen den Faunengebieten der Orientalis und Australis gelegen, ist Sulawesi Teil der biogeographischen Wallacea-Übergangszone. Die seit Jahrmillionen andauernde geographische Isolation der Insel führte zu einer eigenständigen Evolution vieler Arten, was in einen hohen Prozentsatz von Insel-Endemismus resultierte. So sind etwa 60% der Amphibien und Reptilien von Sulawesi endemisch. Insgesamt wurden bisher etwa 150 Arten unterschieden. Neuere Feldstudien zeigen jedoch, dass diese Zahl eine beachtliche Unterschätzung darstellt und über 210 verschiedene Arten in der Region vorkommen - eine große Anzahl dieser Arten ist jedoch noch unbeschrieben! Dies betrifft auch die großen Bindenwarane ( Varanus salvator-Komplex) von Sulawesi, die eine unerwartet hohe Diversität aufweisen und als Modelorganismus für die Sulawesi-Region gelten können. Phylogeographische Studien sollen den Ursprung der guten Schwimmer auf Sulawesi und mögliche Migrationswege der Warane in der Vergangenheit Sulawesis aufklären.
(André Koch)
Varanus salvator ssp. von der Insel Kalaotoa, Sulawesi



