Ort: Hörsaal, Museum Koenig
Zeit: 10.11.2011, 17:15h
Zeit: 10.11.2011, 17:15h
Das uralte Rätsel der Mollusken: "Wer gehört zu wem... und ist Hämocyanin die Lösung?"
Mollusken sind ist nach den Arthropoden die zweit Arten-reichste Gruppe der Metazoa. Ihre Gestalt reicht vom Wurm-artigen Organismus der 'primitiven' Solenogastren und Caudofoveaten über die typische, weitläufig bekannte Schnecken- und Muschelform, bis hin zu den äußerst komplexen und hoch intelligenten Cephalopoden. Sie finden Anwendung in neurologischen Forschungszweigen, in der Physiologie aber auch in der Verhaltensforschung, und sie besitzen darüber hinaus auch eine große ökonomische und ökologische Relevanz. Aber die Verwandtschaft der acht Klassen Solenogastres, Caudofoveata, Polyplacophora, Monoplacophora, Gastropoda, Scaphopoda, Bivalvia und Cephalopoda ist seit jeher umstritten und immer noch nicht geklärt. Viele Versuche die Phylogenie der Mollusca zu klären, hauptsächlich basierend auf morphologischen Arbeiten sowie molekularbiologischen Analysen der SSU-RNA waren zwar nützlich und ergaben Hinweise auf die Verwandtschaft der Tiergruppen, aber geklärt ist nichts. Stets wurde postuliert: "..mehr Daten, mehr Taxa!". Nun ist es soweit, die neuen Sequenzierungstechniken machen es möglich, und erste fundierte Analysen können durchgeführt werden. Aber nicht nur diese Analysen helfen die Phylogenie der Weichtiere zu erleuchten. Auch das Hämocyanin, der blaue Blutfarbstoff der Mollusken, kodiert durch eine cDNA so groß wie ein Mitogenom, geben fundierte Hinweise über die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb dieses Tierstammes. Die Möglichkeiten aber auch die Restriktionen dieser verschiedenen Ansätze werden im Rahmen dieses Vortrags vorgestellt und diskutiert.
Mollusken sind ist nach den Arthropoden die zweit Arten-reichste Gruppe der Metazoa. Ihre Gestalt reicht vom Wurm-artigen Organismus der 'primitiven' Solenogastren und Caudofoveaten über die typische, weitläufig bekannte Schnecken- und Muschelform, bis hin zu den äußerst komplexen und hoch intelligenten Cephalopoden. Sie finden Anwendung in neurologischen Forschungszweigen, in der Physiologie aber auch in der Verhaltensforschung, und sie besitzen darüber hinaus auch eine große ökonomische und ökologische Relevanz. Aber die Verwandtschaft der acht Klassen Solenogastres, Caudofoveata, Polyplacophora, Monoplacophora, Gastropoda, Scaphopoda, Bivalvia und Cephalopoda ist seit jeher umstritten und immer noch nicht geklärt. Viele Versuche die Phylogenie der Mollusca zu klären, hauptsächlich basierend auf morphologischen Arbeiten sowie molekularbiologischen Analysen der SSU-RNA waren zwar nützlich und ergaben Hinweise auf die Verwandtschaft der Tiergruppen, aber geklärt ist nichts. Stets wurde postuliert: "..mehr Daten, mehr Taxa!". Nun ist es soweit, die neuen Sequenzierungstechniken machen es möglich, und erste fundierte Analysen können durchgeführt werden. Aber nicht nur diese Analysen helfen die Phylogenie der Weichtiere zu erleuchten. Auch das Hämocyanin, der blaue Blutfarbstoff der Mollusken, kodiert durch eine cDNA so groß wie ein Mitogenom, geben fundierte Hinweise über die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb dieses Tierstammes. Die Möglichkeiten aber auch die Restriktionen dieser verschiedenen Ansätze werden im Rahmen dieses Vortrags vorgestellt und diskutiert.


