Zeit:03.05.07, 17.15 Uhr
Weltweit werden Meerestiere und Algenarten durch zunehmenden Schiffsverkehr ungewollt durcheinander gemischt. Auch der Transport lebender Austern hat zu einer Invasion "mariner Aliens" beigetragen. Über 600 Arten sind aus Übersee in europäische Meere gelangt, von denen sich etwa hundert an der Nordseeküste fest etablieren konnten. Die meisten dieser Exoten bleiben unscheinbar. Aber durch das wärmer werdende Nordseewasser sind unversehens aus manchen von ihnen Invasoren geworden. Miesmuschelbänke werden von Pazifischen Austern überwuchert, auf denen wiederum australische Seepocken und japanische Algen wachsen. Amerikanische Pantoffelschnecken, schon vor langem nach Europa verschleppt, profitieren von milder gewordenen Wintern und wärmeren Sommern. Sie pflastern im Flachwasser den Meeresgrund.


