Ort: Hörsaal des Museum Alexander Koenig
Zeit: 14.06.07, 17.15 Uhr
Zeit: 14.06.07, 17.15 Uhr
Josef K. Müller
Universität Freiburg
Biparentale Brutpflege bei Nicrophorus
Die komplexen Anpassungen der Totengräber, Investitionen in die Brutpflege optimal zu dosieren
Totengräber gelten neben den eusozialen Hymenopteren und Termiten als Paradebeispiel für ein komplexes Brutpflegeverhalten innerhalb der Insekten. Alle Arten zeigen biparentale Brutpflege, bei der die Nachkommen gefüttert und gegen Konkurrenten und Freßfeinde verteidigt werden. Brutpflege ist für die Eltern allerdings mit Kosten und Risiken verbunden, daher gibt es viele Anpassungen der Käfer, Investitionen in die Brutpflege zu vermeiden und trotzdem Nachkommen zu haben. Brutparasitismus und Satellitenverhalten sind einige der Anpassungen, fremden Individuen die Lasten der Jungenaufzucht aufzubürden. Trotz der Kosten und Risiken bei der Brutpflege und trotz der alternativen Möglichkeiten bleiben die Käfer, wenn sie einmal eine Ressource für sich und ihre Nachkommen gesichert haben, bei ihrer Brut. Durch spezifische Anpassungen an diese Situation schaffen es die Käfer, ihre Investitionen zur Optimierung ihres Fortpflanzungserfolges einzusetzen. Optimierung der Brutgröße und kooperatives Verhalten der Geschlechtspartner sind Möglichkeiten, die eingesetzte Zeit optimal zu nutzen.


